Vielleicht kennt ihr das auch: EIGENTLICH will man direkt anfangen, aber DANN … ! So ging es mir mit meinem Blog. Ich wollte längst die ersten Beiträge geschrieben haben. Denn darum geht es ja in einem Blog ganz grundsätzlich – dass man Artikel schreibt und veröffentlicht. Während meine Liste mit Ideen für Beiträge in Trello wächst und wächst, entstehen trotzdem einfach keine Artikel.

Ich wollte erst mal die Struktur und das Design fertig bekommen. Klingt ja auch ganz vernünftig, oder? Um eine professionelle Domain nutzen zu können, buchte ich das kleine, kostenpflichtige WordPress-Paket. WordPress, weil Jimdo es nicht gebacken kriegt, dass man die Veröffentlichung von Blogbeiträgen terminieren/automatisieren kann. WordPress, weil ich damit vor einigen Jahren bereits erste Erfahrungen gemacht habe. WordPress, weil es ja so wahnsinnig beliebt ist … Ich frage mich wirklich warum!

 

Was du als angehender Blogger alles bedenken musst

 

Ich bin für einen Nicht-ITler eigentlich recht kompetent in diesen Dingen, schätze ich: Ich komme klar mit den Basics von HTML, ich bin wohl ein Digital Native und recht schnell in der Lage, mir Wissen über Tutorials und Fachtexte anzueignen. Trotzdem biss ich mir an WordPress die Zähne aus.

Es fing schon mit der Auswahl des Templates an, ging mit dem Einpflegen „meiner“ Schriften via CSS weiter und gipfelte im Kampf mit Google Analytics. Auch zu bedenken: Braucht man Zählmarken von der VG Wort? Und wie realisiert man das verpflichtende Cookie-Banner?

Wer zu meinen treuen Lesern auf Facebook gehört, erinnert sich vielleicht daran, dass ich mir schließlich entnervt das Business-Upgrade gekauft habe. Eine gute, wenngleich viel zu teure Entscheidung, wenn ihr mich fragt.

Mit dem Business-Upgrade bekommt man neben einem hilfreichen Support-Zugang die Möglichkeit, Problemchen mit Plugins zu lösen. Ehrlich gesagt bezweifle ich, dass jemand, der nicht vom Fach ist, ohne Plugins mit WordPress klarkommen kann.

Nun habe ich sie also, die Plugins, aber auch die machten mir Kopfzerbrechen. Insbesondere das Google Analytics-Ding, das natürlich auch noch einen Opt-Out Link braucht, um Datenschutzkonform zu sein. Wisst ihr was? Ich brauche kein Google Analytics, ich will nämlich endlich anfangen Texte zu schreiben. Das ist schließlich das, was ich eigentlich seit Wochen tun möchte. Ins Tun kommen, verdammte Axt! Das Blog wird also ohne googlesche Analysen auskommen müssen und ich auch.

 

Dein Blog: Datenschutzerklärung und Impressum sind Pflicht

 

Auf Impressum, Datenschutzerklärung und Kontaktformular kann man allerdings nicht so einfach verzichten. Apropos Datenschutz. Mit wachsender Verunsicherung blicke ich nicht nur auf die juristischen Stolperfallen meiner Websites, die sich von Share-Buttons über Impressumspflicht bis Datenschutzerklärung erstrecken. Eigentlich bräuchte man einen Juristen, der alles prüft, was man so macht:

  • Darf man die Social-Media-Buttons eigentlich dem Design der eigenen Website anpassen? Nein!
  • Darf man etwas über Nutzungsrechte schreiben, ohne dass das als juristische Beratung betrachtet werden kann (die allen Nichtjuristen verboten ist)? Waffeldünnes Eis.
  • Wie verhält es sich mit Illustrationen im Bereich Fanart und dem Urheberrecht? Eigentlich verboten.

Egal in welche Richtung ich mich drehe, es tun sich überall rechtliche Fragestellungen auf. Weiter geht es direkt mit meinen AGB, der Handhabung einer Urheberrechtsverletzung und so weiter und so fort. Die Stundensätze von Anwälten sind übrigens JUST WOW. Irgendwie kommt mir das nicht gerecht vor, dass das Argument, KEIN Anwalt sei im Zweifel immer teurer, vermutlich ziemlich wasserdicht ist.

Habe mich über eine Rechtsschutzversicherung informiert. In Anbetracht dieses mienenfeldartigen Dschungels, durch den ich mich bewege, sicher keine schlechte Idee. Allerdings auch wieder mit Ausgaben verbunden, und nur sehr eingeschränkt nützlich, wenn eigene Urheberrechte verletzt wurden. Der Beratermensch am Telefon hat mich „aufgrund seiner Beratungspflicht“ darauf hingewiesen, dass eine Vermögensschadenhaftpflicht auch anzuraten wäre.

 

Bloggen bedeutet eine weitere Investition in dein Unternehmen

 

Dabei ist mein Kalender schon jetzt brechend voll. Nicht unbedingt mit Aufträgen, an denen ich Unsummen verdiene, aber mit allerlei wichtigen Dingen, die zwangsläufig geregelt werden müssen. Regelmäßig ein Blog zu befüllen, ist eine große Zusatzaufgabe. Es will wohl überlegt sein, ob und aus welchen Gründen man das tut.

Ein schlecht gepflegtes Blog ist eher Nach- als Vorteil bei der Darstellung als Expertin. Die Themen müssen klar definiert werden und es empfiehlt sich, das Handwerkszeug zu lernen: Keywordrecherche, SEO, Textaufbau und Textprüfung.

In der Freebie-Bibliothek des Schöpfergeist-Blogs findest du einen Leitfaden zum Aufbau von Blogartikeln, den du dir herunterladen kannst. Darin zeige ich dir meine strukturierte Herangehensweise als professionelle Texterin. Außerdem ist eine Liste mit hilfreichen, kostenlos nutzbaren Tools beigefügt. Zusätzlich findest du dort eine Checkliste zu diesem Beitrag, in der ich Schritt für Schritt aufgelistet habe, was du tun solltest, wenn du dein eigenes Blog schreiben willst.

Als ich diesen Artikel verfasst habe, ahnte ich nicht, dass es noch weitere drei Monate dauern sollte, bis ich tatsächlich starten würde … Mein Tipp: Kauf dir kein Businessupgrade! Investiere in das DIVI-Theme oder ein anderes, kostenpflichtiges Theme und hoste es extern. Das ist insgesamt günstiger und meiner Ansicht nach sehr viel leichter zu handhaben als die WordPress-Themes.

Hast du Fragen oder Anmerkungen? Ich freue mich über deinen Kommentar! :)